KTBL-Fachgespräch über Standorte für Tierhaltungsanlagen
(aid) - Große Tierhaltungsanlagen stehen im Ruf weder artgerecht zu sein, noch ausreichend Umweltauflagen zu erfüllen. Derzeit planen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Bundesratsinitiative zur Begrenzung großer Tierhaltungsanlagen. Im Fokus stehen dabei das Landwirte-Privileg für das Bauen im Außenbereich, das Bundesimmissionsschutzgesetz und die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft. Um für alle Beteiligten einen gemeinsamen Bewertungsrahmen zu finden, der den Bau von Ställen wieder konfliktfrei ermöglicht, hat das Kuratorium für Technik und Bauen in der Landwirtschaft (KTBL) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ein Fachgespräch durchgeführt.


(BFL). Jüngsten Pressemeldungen zufolge trafen sich Anfang der Woche, unter Beteiligung von Abgeordneten der Koalitionsfraktionen, Staatssekretäre der beiden Bundesministerien für Bauen und Landwirtschaft um mögliche Einschränkungen des privilegierten Bauens im Außenbereich abzustimmen. In früheren Gesprächen erzielten die Vertreter der beiden Ministerien keine einvernehmliche Einigung um die geplante Novellierung des Baugesetzbuchs auf den Weg zu bringen.
(DLG). Stehen moderne Formen der Nutztierhaltung im Widerspruch zu gesellschaftlichen Erwartungen? Wie sollten Modelle einer zukünftigen Tierproduktion aussehen? Welche ethischen Aspekte sind bei der Nutztierhaltung zu berücksichtigen? Diese Themen standen im Zentrum des Kolloquiums „Nutztierhaltung und gesellschaftliche Akzeptanz“, das die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) am 30. November in Berlin durchführte. Ein kontroverses Thema, für das sich das DLG-Kolloquium als „Ort des distanzierten, mitunter auch kritisch wägenden Blickes auf landwirtschaftliche Produktionsprozesse“ besonders eigne, wie Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der DLG, in seiner Begrüßungsrede ausführte.
(DLG). Mit der Rekordzahl von über 1.900 Ausstellern und 145.000 Besuchern hatte die EuroTier 2010 neue Maßstäbe gesetzt. Sie war von einer positiven Stimmung bei Ausstellern und Besuchern geprägt und hat internationale Trends bei Produktinnovationen und Dienstleistungen für die Tierhaltung ins Rampenlicht gerückt. Wie der Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) mitteilt, wird die EuroTier im kommenden Jahr die einzige internationale Fachausstellung in Europa für den professionellen Tierhalter sein, die sämtliche Bereiche der Branche, die Rinder-, Schweine- und Geflügelhaltung sowie die Aquakultur, umfassend abdeckt. Sie findet vom 13. bis 16. November 2012 auf dem größten Messegelände der Welt in Hannover statt und ist damit nicht nur der ideale Ort für Geschäftskontakte nach West- und Osteuropa, sondern auch der Treffpunkt für Branchenprofis aus der ganzen Welt. Entscheider aus investitionsbereiten landwirtschaftlichen Unternehmen bilden den Großteil der Besucher. Aber auch industrielle Einkäufer, Berater, Händler, Tierärzte sowie Fachleute aus Wissenschaft und Forschung kommen in großer Zahl zur EuroTier.
Zum Auftakt der weltgrößten Ausstellung für Landwirtschaftstechnik in Hannover hat Bundesagrarministerin Ilse Aigner die Leistungen der deutschen Landtechnikbranche gewürdigt: „Agrarprodukte sind unsere Lebensgrundlage. Ohne die deutsche Landtechnik mit ihrem großen Innovationspotenzial könnten die enormen Herausforderungen der Landwirtschaft nicht gemeistert werden. Nahrungsmittelproduktion für eine wachsende Weltbevölkerung, die Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Energieproduktion – das sind Aufgaben, die ohne den Einsatz moderner Technik nicht zu lösen sind“, sagte Aigner am Montag bei der Eröffnungsveranstaltung in Hannover. Nie zuvor seien die Ansprüche an die landwirtschaftliche Produktion so hoch gewesen wie heute. „Die Agritechnica führt uns ausgefeilte Technologien vor und zeigt, welche Veränderungen die Landwirtschaft in den letzten Jahren erlebt hat. Künftig muss Landtechnik noch effizienter und präziser werden. Die deutsche Ingenieurskunst setzt hohe Standards und wird besonders in diesem Bereich weltweit nachgefragt“, sagte Aigner. Rund sieben Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete die Branche im vergangenen Jahr aus deutscher Produktion. Etwa 70 Prozent davon gehen in den Export. „Das zeigt den internationalen Stellenwert der Landtechnik-Industrie in Deutschland“, so die Bundesministerin.