(VDI). Selen ist ein essenzielles Spurenelement für Säugetiere und Vögel. Durch unsachgemäß hohe Selengaben können jedoch Intoxikationen hervorgerufen werden. Die in der Richtlinie angegebenen maximalen Immissions-Werte (MI-Werte) für Selen als Höchstgehalte im Futter dienen dem Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere bei Stall-, Weide- oder Gehegehaltung und der von ihnen stammenden Lebensmittel.
Die Herleitung der MI-Werte erfolgt aus experimentellen Untersuchungen, über die Dosis-Zeit-Wirkungsbeziehungen ableitbar sind. Es können somit nur für solche Nutztiere MI-Werte festgelegt werden, bei denen entsprechende Angaben vorliegen. Dabei handelt es sich oft um Pflanzenfresser (z. B. Wiederkäuer), die zeitweise oder ganzjährig außerhalb von Stallungen gehalten werden. Als Kriterien für die Wirkung von Selen am landwirtschaftlichen Nutztier dienen Erscheinungen einer klinischen Unverträglichkeit.
Maximale Immissions-Werte für Selen in Futtermitteln
„Transparenz und Offenheit sind der Schlüssel zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz“
Parlamentarischer Staatssekretär Bleser eröffnet „Tag des offenen Hofes“
(BMELV). In rund 700 landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Deutschland können sich die Verbraucher ab dem morgigen Samstag wieder selbst ein Bild von der täglichen Arbeit der Landwirte machen. Auf einem Direkt
Innovative Ideen schneller aufs Feld bringen
Innovationspartnerschaft aus Wissenschaft, Verwaltung und Agrarwirtschaft soll Leistungsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft verbessern
Bei der Eröffnung des Innovationskongresses Agrar 2012 des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) heute in Berlin hat Bundesministerin Ilse Aigner die Gründung einer deutschen Innovationspartnerschaft Agrar bekanntgegeben: „Die Agrarbranche ist ein Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. Bis zum Jahr 2016 sind nach Prognosen renommierter Wirtschaftsforscher für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft Umsatzsteigerungen von bis zu 50 Prozent zu erwarten. Die Aufgabe der Innovationspartnerschaft wird es sein, zusammen mit allen Akteuren der Wertschöpfungskette erfolgreiche innovative Projekte bei der konkreten Umsetzung in die Praxis zu begleiten und zu unterstützen. Wir wollen gute Ideen und Entwicklungen schneller auf das Feld und in den Stall bringen.“
Wirtschaftlichkeit in der Schweinemast verschlechtert
(AMI). Die Wirtschaftlichkeit der Schweinemast hat sich seit Ende 2011 verschlechtert. Grund sind die kräftig angezogenen Ferkelpreise. Dieser Kostenanstieg ist um ein vielfaches stärker in die Höhe geschnellt als es die Erlösmöglichkeiten für Schlachtschweine hergeben. Nach AMI Berechnungen für einen Modellbetrieb blieben dem Mäster im Zeitraum von Januar bis März 2012 nach Abzug der aktuellen Futter- und Ferkelkosten im Schnitt noch 7 Euro je Mastschwein übrig.
Strengere Zulassungsverfahren für Futtermittelhersteller in Kraft
Vorschläge Deutschlands sind europaweit auf Zustimmung gestoßen –
Bundesministerin Aigner: „Verbraucher jetzt noch besser geschützt“
Wichtige Punkte des „Dioxin-Aktionsplans" auf europäischer Ebene sind umgesetzt. So müssen Futtermittelhersteller, die beispielsweise rohe pflanzliche Öle oder Futterfette mischen, künftig ein europaweit einheitliches Zulassungsverfahren mit strengen Auflagen durchlaufen. Die entsprechende EU-Verordnung wurde am 16. März 2012 im EU-Amtsblatt veröffentlicht und gilt ab 16. September 2012. Damit ist die Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe gemeinschaftsweit rechtlich verankert. Deutschland wird diese Regelung außerdem um eine nationale Zulassungspflicht für Unternehmen ergänzen, die gleichzeitig mit Futterfetten und technischen Fetten handeln. Die entsprechende Rechtsverordnung, die noch der Zustimmung des Bundesrates bedarf, soll zeitgleich mit den europäischen Regelungen im Herbst 2012 zur Anwendung kommen.
Fachtage Bau und Technik mit aktuellen Themen zum Stallbau
Bundesweite Informationsveranstaltungen
(BFL). In Kooperation mit den Landwirtschaftskammern, Landesämtern und -anstalten veranstaltet die BFL übers Jahr Fachtage zum Thema Bauen und Technik in der Landwirtschaft. Die jeweiligen Schwerpunkte sind dabei mit den Themen der aktuellen BauBriefen verknüpft. Auf diesen Veranstaltungen geben namhafte Referenten Hilfestellung und die passenden Antworten auf eine Vielzahl offener Fragen zur Planung, Bauausführung und Technik in Verbindung mit verschiedenen Haltungsformen.
Am 13. März veranstaltete die BFL gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und in Zusammenarbeit mit der Pferdeland Niedersachsen GmbH sowie dem Medienpartner LAND & Forst die Fachtage Bau und Technik „Stallbau Pferdehaltung“ in der Niedersachsenhalle in Verden (Aller).
Sinkende Solarförderung: Effizienz von PV-Modulen stärker denn je im Fokus
DLG-geprüfte Photovoltaik-Module sichern langfristige Renditen – Jetzt auch Modulkomponenten im harten DLG-Test – Informationen von DLG-Prüfingenieur Sander Schwick
(DLG). Mit Blick auf die vorgesehenen, massiven Kürzungen der Vergütungssätze für Strom aus Solaranlagen kommt der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen eine immer stärkere Bedeutung zu. Für Betreiber wie auch für Investoren steht damit die Effizienz von PV-Modulen stärker denn je im Fokus. Jede erzeugte und ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde ist für den wirtschaftlichen Betrieb entscheidend. Wie die zahlreichen, unabhängigen Prüfergebnisse des „FokusTests Ammoniakbeständigkeit“ der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) zeigen, geben nur Photovoltaik-Module von Herstellern mit einem hohen Qualitätsstandard Sicherheit in Bezug auf Leistung und Lebensdauer. Die DLG empfiehlt daher, auf die Qualität der eingesetzten Module zu achten. Die möglichen Mehrkosten für qualitativ höherwertige Module werden durch langfristig bessere Erträge wieder ausgeglichen bzw. überkompensiert.
Parlament muss EEG-Angriff stoppen
Fachverband Biogas kritisiert geplante Verordnungsermächtigung zur Vergütungskürzung
Investitionssicherheit würde untergraben werden
Am morgigen Mittwoch will das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf verabschieden, der das seit 01.01.2012 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor allem im Photovoltaikbereich erneut verändern soll. Die Änderungen beschränken sich im Entwurf des Bundesumweltministerium (BMU) und Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) entgegen der bisherigen Verlautbarungen jedoch nicht auf die Photovoltaik. In einer neuen Verordnungsermächtigung (§ 64 g) ist vorgesehen, dass BMU und BMWi ohne Beteiligung von Bundestag und Bundesrat die nach EEG vergütungsfähigen Strommengen aus Erneuerbare Energien-Anlagen auf 90 oder gar 85 Prozent reduzieren können. „Dies käme einer massiven Vergütungskürzung, die die beiden Bundesministerien unter sich ausmachen könnten, gleich. Die Bundestagsabgeordneten und Bundesländer würden ihres Mitspracherechtes beraubt werden“, kritisiert Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas.
BauBrief 50 Sauenhaltung und Ferkelaufzucht jetzt erhältlich!
Aktuelle Beratungsempfehlungen zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung
(BFL). Mit dem BauBrief Nr. 50 „Sauenhaltung und Ferkelaufzucht“ stellt die Bauförderung Landwirtschaft (BFL) den derzeitigen Stand der Technik und des Wissens in der Sauenhaltung und der Ferkelaufzucht vor. Insbesondere auf die Anforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung die ab dem 01. Januar 2013 die Gruppenhaltung tragender Sauen innerhalb der Europäischen Union verpflichtend vorschreibt wird eingegangen. In den Beiträgen des neuen BauBrief‘s werden neben rechtlichen Aspekten auch die Themen Betriebs- und Marktwirtschaft, Planung und Bauausführung, Verfahrenstechnik, Planungsbeispiele, Baukosten und alternative Haltungssysteme von anerkannten Fachleuten intensiv behandelt. Zusätzlich werden Grundrisse dargestellt und neben den Gesamtkosten auch die Nebenkosten und Eigenleistungen betrachtet.
Ammoniak-Ausgasungen messen
Neue Richtlinie macht Beschwerden über Ausgasungen von Tierställen transparenter
(VDI). Der VDI gibt mit einer neuen Richtlinie einheitliche Standards zur Messung von Ammoniak in der Außenluft vor. Ausgasungen aus Tierhaltungsanlagen wie z.B. Geflügelställen können auf diese Weise angegeben werden. Die Richtlinie VDI 3869 Blatt 4 „Messen von Ammoniak in der Außenluft; Probenahme mit Passivsammlern; Fotometrische oder ionenchromatografische Analyse“ nennt ein Verfahren für die Bestimmung der Massenkonzentration des geruchsintensiven Gases. Es dient unter anderem zur Bewertung von Beschwerden über landwirtschaftliche Betriebe. Herausgeber der Richtlinie ist die Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) im VDI und DIN.
Spitzenleistungen und Tierschutz schließen sich nicht aus
Ergebnisse einer aktuellen Befragung bei rund 280 Ferkelerzeugern und Schweinemästern – Konferenz des DLG-Forums Spitzenbetriebe – Diskussion der Konkurrenzfähigkeit unter nationalen Tierschutzvorgaben ein weiterer Schwerpunkt
(DLG). Am 7. und 8. Februar fand bereits zum 11. Mal die Konferenz zum DLG-Forum „Spitzenbetriebe Schwein“ in Göttingen statt. Hierbei diskutierten 160 Landwirte und Berater aus verschiedenen Regionen Deutschlands über aktuelle Themen der deutschen Schweinehaltung. Ein Schwerunkt dabei war die Präsentation der Ergebnisse der von der DLG und verschiedenen Beratungsorganisationen der Länder jährlich durchgeführten Befragung bei rund 280 Ferkelerzeugern und Schweinemästern aus dem ganzen Bundesgebiet. Ein Ergebnis dieser Befragung ist unter anderem, dass sich Spitzenleistungen und Tierschutz nicht zwangsläufig ausschließen. So konnten bei den DLG-Spitzenbetrieben in den letzten Jahren die biologischen Leistungen gesteigert werden, bei gleichzeitigem Rückgang der Verluste und der Tierarztkosten.
Tier- und Umweltschutz keine Frage der Stallgröße
KTBL-Fachgespräch über Standorte für Tierhaltungsanlagen
(aid) - Große Tierhaltungsanlagen stehen im Ruf weder artgerecht zu sein, noch ausreichend Umweltauflagen zu erfüllen. Derzeit planen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Bundesratsinitiative zur Begrenzung großer Tierhaltungsanlagen. Im Fokus stehen dabei das Landwirte-Privileg für das Bauen im Außenbereich, das Bundesimmissionsschutzgesetz und die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft. Um für alle Beteiligten einen gemeinsamen Bewertungsrahmen zu finden, der den Bau von Ställen wieder konfliktfrei ermöglicht, hat das Kuratorium für Technik und Bauen in der Landwirtschaft (KTBL) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ein Fachgespräch durchgeführt.
Ministerin Aigner verleiht Auszeichnungen an junge Agrar-Filmemacher
(BMELV). Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Handball-Nationaltorhüterin Clara Woltering haben am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin erstmals Auszeichnungen für Agrarfilme an junge Amateurfilmer vom Land überreicht. Mehr als 150 junge Landwirtinnen und Landwirte hatten unter dem Motto „Kein Bock mehr auf Klischee!“ dreiminütige Videos über ihr Leben und ihre Arbeit gedreht, um der Öffentlichkeit ein realistisches Bild von der heutigen Landwirtschaft zu vermitteln. „Immer mehr Verbraucher haben keinen direkten Bezug mehr zur Landwirtschaft und zur Produktion von Lebensmitteln. Das liegt auch an der Werbung und den trügerischen Zerrbildern einer Landwirtschaft, die es seit 50 Jahren nicht mehr gibt. Ich freue mich, dass dieser Wettbewerb aufräumt mit überholten Klischees und einen Blick auf die Wirklichkeit bietet", sagte Aigner bei der Preisverleihung. „Ich bin begeistert, wie authentisch und offen die jungen Filmemacher ihren Alltag darstellen. Man spürt regelrecht, wie viel Spaß die jungen Landwirte an ihrem Beruf haben, wie wohl sie sich auf dem Land fühlen und wie erfüllend es sein kann, Bauer zu sein“, sagte Aigner.
„Die Landwirtschaft ist der Motor der europäischen Einigung“
50 Jahre Gemeinsame Agrarpolitik: Festakt mit Bundesministerin Aigner
und EU-Agrarkommissar Cioloş auf der Grünen Woche in Berlin
Mit einem Festakt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin haben Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und EU-Agrarkommissar Dacian Cioloş am Freitag das 50-jährige Bestehen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union gewürdigt. „Seit 50 Jahren ist die gemeinsame Landwirtschaftspolitik ein wesentlicher Grundpfeiler des vereinten Europas. Sie ist ein europäisches Erfolgsmodell und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Europa in Wohlstand und ohne Sorge um das tägliche Brot zusammengewachsen ist“, sagte Aigner. Bis heute sei die Agrarpolitik der einzige politische Bereich, der allein von der EU geregelt wird. „Die Landwirtschaft ist der Motor der europäischen Einigung“, sagte Aigner. Ihre gesellschaftliche Bedeutung nehme im vereinten Europa angesichts immer komplexerer Herausforderungen wie etwa dem Klimawandel zu. Schon heute sichere die GAP die Vitalität ländlicher Räume „und damit auch die Lebens- und Umweltqualität aller Europäer“, so Aigner. Mit der Anwendung umweltgerechter und nachhaltiger Produktionsmethoden trägt sie aktiv zum Umweltschutz bei. „Wenn wir in der EU gemeinsam die Agrarpolitik gestalten, geht es nicht nur um die Zukunft der Landwirtschaft, sondern um die Zukunft aller Menschen in Europa“, sagte die Ministerin.
Bundesministerin Aigner stellt die „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ vor
Zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche am Donnerstag in Berlin hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner die „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ vorgestellt. Die Charta beschreibt die künftigen Herausforderungen, aber auch die Zielkonflikte der nationalen und internationalen Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft und zeigt Lösungen für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Politik auf. „Diese Charta ist eine Premiere. Alle gesellschaftlichen Gruppen haben ihren Beitrag geleistet: Verbraucher, Landwirte, Wirtschaftsverbände, Umweltschützer, Tierschützer, Kirchenvertreter – alle haben sich an einen Tisch gesetzt und über die Zukunft der Landwirtschaft diskutiert. Entstanden ist eine Charta für Landwirtschaft und Verbraucher, die eine Vielzahl politischer Maßnahmen auf die Agenda setzt und eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern baut“, sagte Aigner vor Journalisten in Berlin.
Standortproblematik für Ställe - auf der Grünen Woche interaktiv vermittelt
(KTBL). Der Auftritt des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) auf der Grünen Woche 2012 steht unter dem Motto „Standorte für Tierhaltungsanlagen“. Das Thema wird mit Hilfe einer interaktiven Präsentation auf einer großen Medienwand veranschaulicht. Sie bietet den Besuchern des Erlebnisbauernhofes die Möglichkeit, die Standortproblematik spielerisch zu erfassen.
Vor dem Hintergrund eines Luftbildes, das eine typische, aber imaginäre ländliche Region mit Dorf- und Wohngebieten sowie markanten Landschaftselementen im Außenbereich darstellt, kann der Besucher verschiedene Tierställe auf einem Touchscreen über der Landschaft verschieben. Ziel ist es, geeignete Standorte zu finden, auf denen die Ställe platziert werden können.
Welternährung: Nachhaltige Produktivitätssteigerung erforderlich
Standortpotenziale nutzen mit Know-how, innovativer Technik, ressourcenschonend und sozialverträglich – Nachhaltigkeit zu einem Markenzeichen moderner Landwirtschaft ausbauen – DLG-Präsident Bartmer vor der Presse in Münster
(DLG). „Die Weltgemeinschaft steht heute vor einer Jahrhundertherausforderung. Um dem steigenden Lebensmittelbedarf gerecht zu werden, muss nach aktuellen Berechnungen der Welternährungsorganisation FAO bis 2050 die Nahrungsmittelproduktion verdoppelt werden. Fruchtbare Landwirtschaftsfläche wird weltweit knapper, hier zeigen sich Auswirkungen von Zersiedelung, Produktionsfehlern und Flächenbedarf für Naturschutz. Auch ertragsbestimmende Faktoren wie Wasser und Nährstoffe geraten in manchen Regionen in Mangel. Der Klimawandel führt beispielsweise zu einer unkalkulierbaren Niederschlagsverteilung mit in der Regel negativen Auswirkungen auf das Ertragsniveau. Daher ist eine nachhaltige Produktivitätssteigerung auf den vorhandenen Gunstflächen ein dringendes Gebot“. Dies ist für den Präsidenten der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), Carl-Albrecht Bartmer, das wichtigste Fazit seiner Einschätzung der künftigen Aufgaben des Agrarsektors. „Die Wahrnehmung europäischer Verantwortung bedeutet, auch die in Deutschland und in Europa vorhandenen Potenziale zur weltweiten Ernährungs- und Energiesicherung zu nutzen“, sagte Bartmer weiter in einem Pressegespräch zum Auftakt der DLG-Wintertagung im westfälischen Münster.
BMELV - Maßnahmenpaket gegen Antibiotika-Resistenzen
Bundesministerin Aigner legt Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vor
Mit dem heute vorgelegten Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG) stellt Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zusätzliche Maßnahmen vor, um der Entwicklung von Resistenzen gegen Antibiotika in der landwirtschaftlichen Tierhaltung vorzubeugen. Die Verschärfung der rechtlichen Bestimmungen zielt im Wesentlichen darauf ab, den Einsatz von Antibiotika auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten absolut notwendige Maß zu beschränken und die Befugnisse der zuständigen Kontroll- und Überwachungsbehörden der Bundesländer deutlich zu erweitern. „Wir brauchen jetzt eine konzertierte Aktion: eine restriktive und auf ein Minimum beschränkte Anwendung von Antibiotika in der Tierhaltung, eine konsequente Überwachung der einschlägigen Regelungen und Anwendung von Antibiotika durch die Länderbehörden sowie, wo erforderlich, eine konsequente Ahndung von Verstößen“, erklärte Aigner am Dienstag in Berlin. Nötig sei auch eine weitere Verbesserung der Haltungsbedingungen für Nutztiere, um haltungsbedingte Ansteckungsrisiken der Tiere untereinander zu verringern.
Standorte für Stallbauvorhaben online prüfen
(KTBL). Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) entwickelt zur Internationalen Grünen Woche 2012 in Berlin eine Web-Anwendung zur Stärkung der öffentlichen Akzeptanz von unterschiedlichen Stallbauvorhaben. Mittels einer imaginären Landschaft und dem Einsatz diverser Stallmodelle veranschaulicht die Web-Anwendung welche Maßnahmen der Gesetzgeber zum Schutz der Umwelt und Anwohner getroffen hat und wie sich diese auf Standorteignung und Ausführung der Stallbaumaßnahme im konkreten Planungsfall auswirken können. Die Schutzanforderungen werden um die Anforderungen des Investors, wie die Verfügbarkeit und Erschließung des Baugrundstückes, ergänzt.
Bundeswettbewerb „Landwirtschaftliches Bauen“ gestartet
- Schwerpunkt „Gläserne Ställe“ –
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat den Wettbewerb „Landwirtschaftliches Bauen“ mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Gläserne Ställe“ gestartet, durch welchen innovative und akzeptanzsteigernde Praxisbeispiele prämiert werden. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert; im Einzelfall winken Preisgelder in Höhe von bis zu 5.000 Euro. Bewerbungen können bis zum 29. Februar 2012 eingereicht werden (Poststempel).

