Gesetz des abnehmenden Ertragszuwachses gilt "immer noch" in der Landwirtschaft

E-Mail Drucken
(ZDS). Mit der Abschaffung der Milchquote fällt 2013 die letzte Hürde für eine Orientierung der europäischen Landwirtschaft am Weltmarkt. Das ist politisch so gewollt. Eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft soll es sein. Leider scheinen die Folgen politisch nicht akzeptabel: ein zunehmender Strukturwandel und eine zunehmende Intensivierung. Und zwar in der biologischen und konventionellen Landwirtschaft. Die Erfolge können sich durchaus sehen lassen. Der Agrarhandel - Im- und Export - boomt. Landwirtschaftliche Betriebe werden heute wie Unternehmen nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt. Das ist Voraussetzung dafür, um am Markt ohne staatliche Transferzahlungen bestehen zu können und um Kredit würdig zu sein.
Den Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Kosten haben bereits zahlreiche Wissenschaftler untersucht. Er hat u.a. als Ecology of Scale Eingang in die Literatur gefunden.

Die Auslastung der Produktions- und Transportmittel ist entscheidend für den Energieverbrauch und deren Effizienz ist unmittelbar mit der Betriebsgröße verknüpft.
Lebensmittel unterscheiden sich nicht prinzipiell von anderen Waren. Auf die Idee, eine generelle Regionalität im Non-Food-Bereich zu fordern, käme nach Meinung der Wissenschaftler auch niemand.

Restriktive Größenvorgaben - insbesondere im Biobereich - schaden der Wettbewerbsfähigkeit dieses lukrativen Betriebszweigs. Hier sollte schnellstmöglich nachgebessert werden, damit unsere Biobauern global nicht das Nachsehen haben.