Baulehrschau-Sondertag: Ebermast ![[ Zurück ] [ Zurück ]](/components/com_simplecalendar/assets/images/back_icon.gif)
- Datum:
- 01.03.2012
- Uhrzeit:
- 10:00
- Ort:
- Bad Sassendorf-Ostinghausen
- Adresse:
- LZ Haus Düsse
- Veranstalter:
- LZ Haus Düsse

- Ansprechpartner:
- Dr. Horst Cielejewski

- Telefon:
- (0 29 45) 9 89-0
- Kategorie:
- Baulehrschautag
Weitere Informationen
Baulehrschau-Sondertag Ebermast
Die Diskussion über die Kastration von Ferkeln hat die Landwirtschaft veranlasst, sich intensiv mit einem neuen Verfahren der Schweinemast, der Ebermast, zu beschäftigen. Die alternativen Haltungsformen, Kastration unter Verwendung von Betäubungsmitteln oder Immunokastration, werden sich vermutlich nicht durchsetzen. Das Mästen von Ebern ist nicht neu, es wird in anderen Ländern seit langem praktiziert. Auch in Deutschland wird seit einiger Zeit in einigen Betrieben eine Ebermast erfolgreich durchgeführt. Dabei gilt es, folgende Problembereiche zu beachten:
- die richtige Versorgung der Tiere in der Fütterung mit Nährstoffen,
- in der praktischen Haltung durch die größere Aktivität der Tiere
- und in der Vermarktung bezogen auf Masken und Ausschlachtung.
Auf der Düsse wird am 01.03.2012 ab 10 Uhr ein Baulehrschau-Sondertag durchgeführt, der sich mit der Ebermast beschäftigt. Dazu werden vier Vorträge angeboten.
Im ersten Vortrag wird Herr Dr. Friedhelm Adam von der Landwirtschaftskammer NRW einen Überblick über den aktuellen Stand der Diskussion geben zur Ferkelkastration und dem Problemfeld Ebergeruch. Die Geruchsbildung beim Eberfleisch hängt sehr stark vom Wachstum der Tiere ab, die Wahrnehmung des Geruches ist individuell sehr unterschiedlich. Die Entwicklung der elektronischen Nase am Schlachtband bereitet mehr Probleme als ursprünglich erwartet.
Im zweiten Vortrag wird Herr Bernhard Walgern, Produktmanager Schwein, von der AGRAVIS Raiffeisen AG Hintergründe und Empfehlungen zu optimalen Futterstrategien für Masteber in den verschiedenen Mastphasen geben. Sollen die Tiere rationiert oder ad-libitum gefüttert werden und worauf ist bei der Rationserstellung zu achten? Da Eber sich in Fleischfülle, Fettanteil, Tageszunahme, Futteraufnahme und Futterverwertung von Sauen und Kastraten unterscheiden sind andere Futterkonzeptionen gefragt um das hohe Leistungspotential auszuschöpfen.
Frau Christiane Schulze Langenhorst und Herr Tobias Scholz von Haus Düsse werden in einem dritten Vortrag über ihre praktischen Erfahrungen aus den Ebermastversuchen auf Haus Düsse berichten. Unterschiedliche Gruppengrößen beeinflussen das Verhalten der Tiere während der Mast. Ob die Tiere getrennt geschlechtlich oder gemischt geschlechtlich aufgestallt werden, wird in der Praxis immer wieder nachgefragt und ist auf der Düsse in unterschiedlichen Varianten durchgeführt worden. Die größere Aktivität und wachsende Aggressionsbereitschaft während der Mastzeit führt zu starken Rangkämpfen speziell nach dem ersten Aussortieren schlachtreifer Tiere. Die Auswertung der Versuche und Erfahrungen mit verschiedenen Aufstallungsvarianten ergeben praktische Hinweise für die Ebermast.
Herr Hans-Jörg Eynck von der Firma Tönnies wird sich in seinem Vortrag mit den Vermarktungsmöglichkeiten von Eberfleisch beschäftigen. Die Gestaltung der Bezahlungsmaske für Eber beeinflusst sehr stark den wirtschaftlichen Erfolg der Eberproduktion. Veränderte Ausschlachtungsergebnisse gegenüber der üblichen Produktion von Sauen und Kastraten werden dargestellt. Die Geruchserkennung am Schlachtband ist für die zukünftige Ebermast ein entscheidendes Kriterium in der Vermarktung. Falls hier durch Fehler geruchsbelastetes Fleisch in den Markt gelangt, kann dies die Ebermast für die Zukunft in Frage stellen.
Organisation
1) Die Teilnehmer sollen sich bitte anmelden. Die Anmeldung soll möglichst online oder als Faxanmeldung geschehen. Anmeldeschluss ist am Mittwoch vor der Veranstaltung, spätere Anmeldungen können aus organisatorischen Gründen nicht mehr als Voranmeldung berücksichtigt werden. Ein Anmeldeformular wird auf folgenden Internetseiten angeboten:
http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/technik/baulehrschau/index.htm
Faxadresse ist das Referat 24 der LWK, Faxnummer: 0251 2376396.
2) Es wird eine Teilnahmegebühr inklusive Pausengetränk und Mittagessen erhoben:
15 € bei Voranmeldung, 20 € an der Tageskasse.
3) Nach den Vorträgen haben die Besucher in der Baulehrschau die Möglichkeit, sich bei den anwesenden Beratern der LWK, Firmen und Institutionen beraten zu lassen.
Ein Stallrundgang durch den Schweinebereich von Haus Düsse wird bei Bedarf angeboten. Die Teilnehmerzahl für Stallführungen am Nachmittag ist begrenzt auf 75 Personen. Es werden dafür Teilnehmerkarten ausgegeben bei der Bezahlung der Teilnehmergebühr. Es entscheidet die Reihenfolge der Bezahlung.



